DHL und die Leichtigkeit des Liegenlassens

Das, was derzeit bei DHL passiert, ist leider jenseits von Gut und Böse.

Bestellte Waren, Geschenke und andere Lieferungen werden aktuell nur sehr verzögert geliefert. Wenn überhaupt.

Angefangen hat der „Spaß“ bei mir mit einer Bestellung bei einer Apotheke. Gerade da erwarte ich ja doch schon eine, nunja, zügige Zustellung. Ääähm, falsch gedacht.

Nach der Bearbeitung im Start-Zentrum am 12.03.2015 hat es doch noch ganze 12 Tage gedauert, dass die Medikamente ankamen.

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Als Nächstes gab es eine Bestellung bei Degustabox.

Diese ist am 26.03.2015 im Start-Zentrum gestartet und nun, heute ist der 04.04.2015, lädiert irgendwo im Nirwana verschwunden.

Zum Glück liefert Degustabox problemlos nach.

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Und heute, vielleicht noch ein neuer „Spaßfaktor“.

Für ein Paket aus Berlin nach Berlin benötigt DHL tatsächlich 5 Arbeitstage.

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Jetzt muss der Fahrer, der die Auslieferung übernommen hat auch die Zeit haben, mein Klingelschild zu finden.

Klar, ich bin auch tatsächlich bei der Packstation angemeldet. Doch von 5 Lieferungen wurden 5 nicht in der Packstation abgegeben und ich durfte dann am nächsten Werktag doch noch in die Filiale am „Arsc* der Welt“.

Denn eine Packstation mit 20 Fächern für zwei Ortsteile und ca. 25.000 Einwohnern ist etwas schmal kalkuliert.

Dieser Post richtet sich ganz ausdrücklich nicht gegen die Mitarbeiter von DHL, die tagtäglich dafür sorgen, dass wir alle bequem von zu Hause dem Shopping frönen können.

Denn die Firmenpolitik von DHL ist nur noch auf Gewinnmaximierung ausgelegt.

Durch das Auslagern von Aufgaben in die DHL Delivery GmbH inkl. der damit einhergehenden Personalpolitik ist die Qualität und auch Quantität von Lieferungen schlagartig gesunken. Klar, wenn der Mitarbeiter von DHL zu DHL Delivery wechseln muss und damit auch 3.000 – 4.000 Euro weniger im Jahr verdient ist das für mich auch verständlich.

Ich verstehe damit auch, dass die organisierten Mitarbeiter entsprechend auch von ihrem Streikrecht Gebrauch machen.

Leider gibt es außer DHL hier nur Verlierer. Begonnen vom Lieferanten über den DHL Angestellten bis zum Kunden kann keiner über die Situation lachen.

Die Hoffnung, dass solche Konzerne wie DHL sich sozial verträglich vergrößern können wir uns alle abschminken.

Geld regiert die Welt.

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2 Responses to DHL und die Leichtigkeit des Liegenlassens

  1. Ray says:

    Irgendwer muss doch die Opfer bringen … wir sind doch schon als Steuerzahler Opfer gewohnt, warum nicht auch als Kunde am Ende der Nahrungskette?
    Wichtig ist, das man das Unternehmen „schön“ macht für die Bilanzen … riecht nach Börsengang innerhalb der nächsten Jahre …

  2. Pingback: brands4friends mit Lieferproblemen clartext - sag ich doch!