Es ist soweit

… ja ist es. Mit „nur“ einem Tag Verspätung konnte bzw. durfte ich das Surface auf Windows 10 aktualisieren. Leider kann ich Euch gar nicht genau sagen wie lange der Upgrade-Prozess gedauert hat, weil ich nebenbei noch mal eben den Zweit-TV von DVB-T auf Kabel umgestellt hab‘ – aber das ist ein anderes Thema. Grob geschätzt hat’s aber nicht mehr als eine gute halbe Stunde gedauert … ganz okay, da bin ich von den Master-Updates vom Mac OS X anderes gewöhnt – da hat sich sowas schon mal über eine Stunde hingezogen.

Wie auch immer es ist vollbracht und läuft bisher (seit etwa 2 Stunden) ohne wirkliche Probleme. Allerdings ist die Umgewöhnung von Windows 8.1 doch schon sehr arg und kommt mir eher wie ein kleiner Rückschritt vor. Zum einen weil ich Fan des Start-Screen bin bzw. war, zum anderen erinnert mich die Oberfläche teilweise ans iOS 7 bzw. 8, weil einiges – besonders die Navigation doch teilweise sehr spartanisch ist. Netterweise hat Microsoft mir (und den meisten anderen natürlich auch) aber ein Möglichkeit gelassen zurück zu kehren zu Windows 8.1, wie man an dem Bildschirmschnipsel erkennen kann.

Dowmgrade

zurück zu Windows 8.1

Aber es gibt auch kleine Ungereimtheiten. Es wurden viele meiner Einstellungen  übernommen – so z.B. das alte Hintergrundbild. Allerdings nicht so richtig. Unter Windows 8.1 lag das alte Bild auf einem schwarzen Hintergrund und wurde nicht an die Bildschirmgröße angepasst. Bei Windows 10 war alles fast genauso, nur der Desktophintergrund nicht schwarz sondern weiß. Weiß der Teufel warum eben genau diese Einstellung nicht übernommen wurde. Eben so nicht übernommen wurden die Favoriten. Okay, man könnte jetzt sagen unter Windows 10 arbeitet jetzt Edge statt des Internet Explorers 11, allerdings wäre es total super gewesen vorher nach dem Standard-Browser zu schauen und dessen Favoriten zu importieren. So beginne ich jetzt von vorn und muss mir meine Lieblingswebseiten bzw. meist genutzten Webseiten wieder zusammensuchen – schade eigentlich.

taskleiste
Was mir noch aufgefallen ist, die neue Taskleiste ist noch mehr als die Alte in Windows 8/8.1 an die Lage am unteren Bildschirmrand ausgelegt. Da ich meine Taskleiste aus Gründen der Ergonomie aber gern links am Bildschirmrand zu „hängen“ habe, musste ich auch hier einige Anpassungen am Layout vornehmen und ein paar angeheftete Programme von der Taskleiste entfernen. Das liegt zum einen daran, dass zwei neue Symbole (siehe links) für die Suche und für die Taskansicht (ähnlich dem Exposé beim Mac OS X 10.6 und aufwärts) und zum anderen wird ein wenig mehr Platz im Icon Tray verschwendet.

Was mir allerdings aufgefallen ist, ist der scheinbar leere Bereich am Ende der Taskleiste (je nach dem entweder rechts oder wie bei mir bei der horizontalen Anordnung der Taskleiste eben unten) wieder dieses Feld „Desktop anzeigen“ – wie schon unter Windows 7 und ich glaube auch unter Windows XP SR3 und Vista verfügbar – eingeführt wurde. An solchen Beispielen merkt man, dass Microsoft eher versucht hat zu Windows 7 oder gar XP zurück zu kehren, als Windows 8.1 weiter zu entwickeln. Ich glaube, dass sich die Verkaufszahlen dadurch nicht wirklich verbessern lassen, denn alten Windows-Nutzer sind entweder sowie so schon zu Apple-Jünger geworden oder nutzen ihre Tablets mit Android und halten beides für die Krone der Betriebssysteme. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Windows 8 wäre in meinen Augen für Microsoft der bessere Weg gewesen, als wieder in das Schema der 90er und 2000er zurückzufallen und sich bei den Funktionen der alten Systeme und im Design bei den anderen – allen voran Apple – zu bedienen. Hoffentlich fallen die Entwickler nicht wieder ins alte Schema zurück, nur weil ein paar Leute sich lauthals über einen fehlenden Start-Knopf aufregen, der bei seiner Einführung eher für Hohn und Spott gesorgt hatte.

Wie dem auch sei‘ – es gibt noch zahlreiche andere Funktionen in Windows 10, die ich noch auf ihre Nutzbarkeit prüfen möchte, damit ich hier im Blog drüber berichten kann. Jetzt ist es allerdings schon etwas spät, um mich heute noch mit allen Neuerungen zu befassen. Ich meld‘ mich die Tage wieder – jetzt erst mal: Gute Nacht.

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Gastautor, Redakteur und Querkopf

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