Systemupdate(s)

Es wird Frühling. Denke ich jedenfalls. Das Wetter versucht’s ja seit ein/zwei Tagen danach aussehen zu lassen, aber so richtig will noch nicht werden. Die meisten von uns rennen immer noch mit dem Rotz oder ähnlichem aus den kälteren Tagen rum, und werden den Mist einfach nicht los.

Aber daran will ich den Frühling gar nicht festmachen –  es gibt jede Menge Systemupdates für diverse Systeme und die sollen ja bekanntlich such so etwa wie einen zweiten Frühling auf den Geräten auslösen. Aus meinen iPhone-Tagen waren die Updates eher mit einer höheren Prozessorlast und einer daraus resultierenden Minderung der Akkulaufzeit verbunden. Ähnlich ist es auch bei den Android-Systemen. Wer jetzt versucht zu intervenieren und meint ich rede alles schlecht, mag eventuell auf der einen Seite Recht haben, verschließt m.M. aber doch die Augen vor der Realität.

Karfreitag war es wieder mal soweit. Auf dem Samsung S4 active wurde nur durch ein Symbol in der Statusleiste angezeigt, dass ein System-Update zur Verfügung stünde und der Download vor etwa 20 Minuten gestartet ist und noch eine knappe halbe Stunde andauern würde … war ja auch nur ca. 940MB. Letztlich ist es müßig, dass ich mich über ungefragte Installationen aufrege, ich kann ja dem manuell alles verbieten und jeden Pups bestätigen, denn das System macht eben kein Unterschied, ob es sich, um ein Update für ein App oder um einen Sicherheits-Patch handelt, den man ja schon ganz gern mal zeitnah installiert haben möchte, oder ob es sich eben um ein komplettes System-Update/-Upgrade handelt. Naja, man war schon mal schlimmeres von Microsoft in den 1990ern/2000ern gewöhnt (was mich persönlich dann aber zu einem Systemumstieg bewegt hat).

Wie dem auch sei‘, das System-Update wurde dann innerhalb einer knappen Stunde (inkl. Download-Restzeit) aktualisiert. Und siehe da es waren danach gleich mehrere App-Aktualisierungen erforderlich – vor allem für Apps, die vorher gar nicht installiert waren. Also wieder mal sinnfrei Zeit in das System investieren, um zu versuchen die neuen „Errungenschaften“ wieder los zu werden. Bei den einfachen Apps hat das mehr oder weniger (bis auf ein paar Rückstände) funktioniert. Aber bei den nicht systemrelevanten Pseudo-Systemkomponenten wie z.B. Beep’n Go gibt es nicht einmal eine Möglichkeit diesen Kram zu deaktivieren oder anzuhalten. Das Ding taucht nur als Aktualisierung im Play Store auf und kann nicht entfernt werden. Ich liebe so etwas … gar überhaupt nicht (genau wie den Rotz, den ich einfach nicht loswerde). Mir reicht’s schon, wenn ich von dieser Regierung entmündigt werde, aber muss ich mir das auch noch von dem Hersteller/Anbieter meines Smartphones bieten lassen. Wenn man sich in den Rezensionen zu diesem Beep’n Go die Beiträge mal durchliest, scheint es doch wirklich Leute zu geben, die sich nicht nur damit abfinden, sondern auch der Meinung sind, dass man damit leben müsse, weil man doch ein Smartphone nutzt. Ich lass‘ mir doch vom Hersteller meine Autos auch nicht vorschreiben, welchen Kraftstoff ich tanken soll, nur weil ich mich mobil bewegen möchte … aber ich schweife ab.

Ich hab‘ das einfach mal als unangemessene Software deklariert und hab‘ ein Grund mehr mich intensiver mit meinem Lumia 635 zu beschäftigen, denn hier gab es auch eine Systemaktualisierung. Im Gegensatz zum Samsung hat mich das Lumia auf die Systemaktualisierung hingewiesen, obwohl alles auf automatische Aktualisierung stand. Bei Microsoft/Nokia differenziert man dann doch schon zwischen einfachen und notwendigen Aktualisierungen und Aktualisierungen, die etwas einschneidender im System sind und informiert den Nutzer vorab und lässt ihn dann entscheiden, wann was zu tun ist. Löblich!

Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr genau an die Größe des Downloads und den damit verbundenen Zeitaufwand erinnern. Ich denke es war ein ähnlicher Aufwand und ich will hier nichts weiter schönreden – brauche ich auch nicht. Denn auch hier wurde einige Apps ungefragt installiert, die allerdings problemfrei entfernt werden konnten, wie eigentlich jede App auf dem Windows Phone. System relevante Komponenten, werden ja erst gar nicht angezeigt – ein Vorteil wie beim iPhone, wenn man als Nutzer eben nicht alles weiß. Ich denke das liegt daran, dass Entwickler von Hard- und Software enger zusammenarbeiten oder gar aus einem Hause stammen, als es in der Androidwelt ist. Hier hat man wirklich das Gefühl jeder kocht sein eigenes Süppchen und versucht den Nutzer mit noch mehr sinnlosen, ungefragten Mist zu zu bomben und ist dann auch noch stolz auf diesen Unfug. Nur ein Beispiel was soll ich auf meinem Smartphone mit zwei App-Stores?Der offizielle Shop von Android geht ja klar, aber wozu noch einer von Samsung? Können die ihre Apps nicht wie jeder andere auch bei Google anbieten oder lassen den Kram – also den eigenen Galxy-Shop – weg, weil ja doch alles ungefragt auf dem Telefon installiert wird?! … dass ich mir dann noch zusätzlich den Amazon-App-Store – nee, Shop –  laden kann, lasse ich jetzt mal außen vor, obwohl der noch irgendwie seine Daseinsberechtigung hat (in meinen Augen) und freiwillig installiert werden kann. … und wieder schweife ich App – äh ab.

Ich war bei der Systemaktualisierung von Windows 8.1 Cyan auf 8.1 Demin. Das Lumia 635 ist ja nicht für seine Performance berühmt. Besonders der minimale Speicher von 512 MB ist scheinbar die Achillesferse des Systems. Daher bin ich jetzt auch nicht all zu euphorisch von der zukünftigen Nutzung des Lumias ausgegangen. Aber ich war enorm überrascht, als ich festgestellt habe, dass das Smartphone ohne, für mich erkennbare, Performanceeinbußen weiterwerkelt. Selbst neue Dienste wie Cortana laufen super. Das einzige was mich persönlich eher an Cortana stört ist der Name. Lisa (abgeleitet von listen und action – wie Hören und Aktion) wäre irgendwie netter gewesen … aber das ist wohl meine ganz persönliche Meinung … und ich schweife wieder nach woanders …

Jedenfalls kann ich als Fazit mitnehme, dass mir mit der Systemaktualisierung bei Windows das erste Mal solch ein Update untergekommen ist, das das System an sich mal nicht in der Bedienung und Handhabung beeinträchtigt. Was zudem noch positiv auffällt: man hat sich bei Microsoft enorm zurückgehalten, was die optischen Änderungen anbelangt- die in den letzten Jahren fast immer zu mehr Nutzerunfreudlichkeit auf den meisten Systemen geführt hat. Microsoft hat wirklich gelernt, was es bedeuten soll Software für den Nutzer zu entwickeln. Alle anderen relevanten Systeme wenden sich immer mehr von der Funktionalität ab – hin zu sinnfreien Design-Schnick-Schnack. Apple hat’s vorgemacht – kann nur gut sein … nicht mehr wirklich. Der intuitive und maßgebliche Kopf von Apple ist seit etwa 3,5 Jahren nicht mehr – und sein Vermächtnis wird immer mehr zu Gunsten des Profits außen vor gelassen … und ich scheife erneut von Kernthema ab … allerdings denke ich auch, dass mehr oder weniger alles zu den letzten Systemaktualisierungen gesagt ist. Der Frühling kann kommen –  am besten mit einem Upgrade der Temperatur um 5 bis 10 Grad.

In diesem Sinne noch schöne Rest-Ostern und bis demnächst …

About Ray

Gastautor, Redakteur und Querkopf

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